Wer uns auf facebook folgt, weiß vermutlich bereits, dass wir leider zu jenen Menschen gehören, die von den Überflutungen in NRW betroffen sind, wer es noch nicht weiß, erfährt es – so er/sie möchte – an dieser Stelle.
Tierische Instinkte
Anders als in den vergangenen – nunmehr fast – 2 Jahren, stand Murphy am Morgen des 14. Juli 2021 erstmals nicht quängelnd vor der Transportbox, um den täglichen Chuttle-Service ins Gehege in Anspruch zu nehmen. Zu unserer Verwunderung legte er sich auf den Kratzbaum und schlief.
Das war so ungewöhnlich, dass es uns sehr schnell auffiel und zunächst sogar etwas sorgte. Da er sonst jedoch völlig normal wirkte, maßen wir dem Ganzen letztlich nicht viel Bedeutung bei und ich machte noch einen scherzhaften Post zum Wetter auf unser Facebook-Seite. Allerdings hat Wetter eigentlich so gar keinen Einfluss auf Murphys Liebe zum täglichen „Freigang“. Das Gehege ist so geschützt, dass selbst der starke Regen vom 14. Juli den Besuch im Katzengehege nicht großartig beeinflusst hätte.
Eins zwei Tage nach der Katastrophe ging mir durch den Kopf, was für ein Glück wir hatten, dass die Jungs zum Zeitpunkt der Überflutung nicht im Gehge waren. Der reißende Fluss, der sich – unter Anderem – seinen Weg durch unseren Garten bahnte, hätte die Jungs sicher so verstört, dass ich sie nur schwer hätte fangen können. Jetzt erst wurde mir bewußt, dass unser Jüngster die drohende Gefahr gespürt haben muss. Ich habe keine Zweifel daran.

Viel Wasser aber noch immer keine keine Sorge
Nachdem es ununterbrochen regnete und bereits den ganzen Nachmittag das Martinshorn aus allen Himmelsrichtungen zu hören war, fragte ich meinen Sohn via Whatsapp, wie er heute nach Hause kommt. Er fährt im Normalfall mit dem Rad in den Nachbarort zur Arbeit. Er berichtete mir, dass der dort verlaufende Orbach bereits überlief und deshalb die Straße nach Hause gesperrt worden sei. Eine Kollegin wolle ihn auf einem Umweg nach Hause bringen. So war ich zunächst beruhigt. Inzwischen nahm auch der Rodderbach in unserem Ort, der 3/4 des Jahres vielleicht 20cm hoch Wasser führt, Ausmaße an, die uns staunen ließen. Geschätzt 100 Meter entfernt rechts von unserem Haus liegt das Bachbett und das übergetretene Wasser kam uns immer näher.
Wir begannen nun nach Säcken mit Blumenerde zu suchen, um unseren Lichtschacht abzudecken und rein vorsorglich schleppte ich schon mal Tauchpumpe und Hauswasserwerk in den Keller und schloss alles an, um den Sickerschacht im Keller leer pumpen zu können. Was in den kommenden 30 Minuten über uns einbrechen würde, ahnten wir auch zu diesem Zeitpunkt nicht ansatzweise.
Im Sickerschacht unserers Wäschekellers war nun tasächlich etwas Wasser und ich begann die Pumpen in Betrieb zu nehmen. Kaum, dass die erste Pumpe angelaufen war, fiel der Strom aus. Mein Sohn war nach Hause gekommen und kam zu mir in den Keller.

Urplötzlich wurde es Ernst
Auf einmal strömte das Wasser unaufhaltsam durch das Fenster in den Keller. Verzweifelt kippten meine Sohn und ich alle verfügbaren Gefäße aus um Wasser darin aufzufangen. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch die naive Hoffnung, das Ganze wäre vorübergehend. Mein Sohn versuchte mit aller Kraft das Fenster zuzudrücken, doch der Wasserdruck wurde immer stärker.
Mit Nachdruck versuchte ich nun meinen Sohn zum Verlassen des Kellers zu bewegen. Mir fiel das ungemein schwer, denn neben unserer gesamten Bekleidung, Waschmaschine, Trockner, Nähmaschine, Bügelstation, Heißmangel, Kühl- und Gefrierschränken, Dörautomaten, Wecktöpfen, Lebensmittelvorräten und unzähligen anderen Dingen, befanden sich auch meine Zierfischzucht mit gut 600 Fischen und allem, was dazu gehört in diesem Keller. Aber die Lage wurde allmählich unkontrollierbar und nicht zuletzt lebensbedrohlich. Inzwischen kam mein Lebensgefährte in den Keller um uns zum Aufgeben zu bewegen. Im Keller war uns völlig entgangen, wa ssich oben in dieser kurzen Zeitspanne bewegt hatte.
Unsere Straße glich einem Fluss
Oben angekommen, trauten wir unseren Augen kaum. Soweit das Auge reichte sah man trübes braunes Wasser. Es bahnte sich seinen Weg durch jeden Spalt. Ein reißender Strom flutete unter dem Gartentor hindurch unseren Garten, von der anderen Seite strömte das Wasser durch meine Garage hindurch in den Garten und in unser Katzengehege. Inwischen war der Wasserstand so hoch, dass auch durch unsere Haustür Wasser in das Treppenhaus lief . Irgendwie schien aus allen Richtungen Wasser zu kommen.



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