Das Wissen um den letzten Tag

Eigentlich schreibe ich in den letzten Wochen so nach und nach an einem Beitrag über die Flut hier in NRW. Vor nunmehr einem Vierteljahr änderte sich durch die plötzlichen Wassermassen eigentlich alles für uns und unsere Tiere. Aktuell jedoch überschattet der Gesundheitszustand unseres Bärchens all das, was mich ohnehin seit Monaten an meine Grenzen bringt.

Seit fast einem Jahr wissen wir um ein orales Plattenepitelkarzinom im Unterkiefer unseres geliebten Rasselchens. Zunächst war die Diagnose ein Faustschlag. Als es unserem Bärchen dann aber über längere Zeit trotzdem noch verhältnismäßig gut ging, drängte auch ich den Gedanken an den bösartigen Tumor phasenweise erfolgreich aus meinem Kopf.

Seiner Schilddrüsenüberfunktion wegen waren wir ohnehin regelmäßig zur Blutkontrolle und ließen hierbei auch immer wieder mal große Blutprofile erstellen. Von Zeit zu Zeit bekam Rasmus Cortison, um das Wachstum des Tumors zu verlangsamen, auch sollte sich die Medikamentengabe schmerzlindernd auswirken.

Dann kam die Flut

Und mit ihr mehr Stress als Mensch und Tier (v)ertragen können. Ich bin recht sicher, dass es Bärchen ohne diese katastrophalen Umstände noch nicht so schlecht gehen würde, wie es heute der Fall ist. Nach einer Evakuirung lebten wir zunächst notdürftig beim Freund meiner Tochter. Dort waren die Katzen auf sehr kleine Räume reduziert. Hierzu aber gelegentlich an anderer Stelle mehr.

Zurück zu Hause erwarteten uns viel Dreck und Chaos. Letztendlich mussten wir unsere Wohnung ganz verlassen und ins notdürftig hergerichtete Obergeschoss ziehen. Dies alles setzte auch unserem Bärchen sehr zu.

Ständiges Erbrechen

Vor einigen Wochen erbrach er ständig, sodass wir einen Tierarztbesuch für unausweichlich hielten. Sein Schilddrüsenwert war heftig angestiegen und wir dosierten zunächst sein Schilddrüsenhormon höher. Leider gibt es sein Medikament nur in 5 mg Schritten. Ein absoluter Irrsinn, der mich – selbst langjährig schilddrüsenkrank – wirklich wütend macht. Zumal man diese Tabletten nicht teilen darf. Eine Steigerung von 10 mg auf 15 mg ist extrem viel. Warum in aller Welt kann man da keine kleineren Sprünge machen?

Unter der erhöhten Dosierung ließ das Erbrechen allmählich nach, allerdings zeitgleich auch Rasmus‘ Appetit. Bei einer Zwischenkontrolle war sein SD-Wert noch immer zu hoch, so dass die Dosierung beibehalten werden sollte. Bei der nächsten Kontrolle war sein Appetit schon extrem geschwunden, sein Schilddrüsenwert nun allerdings auch viel zu niedrig. Die Ärztin meinte, eine vergrößerte Schilddrüse ertasten zu können, war aber auch unsicher, ob dies nicht seinem Gewichtsverlust geschuldet sein könnte. Ein zu hoher Blutzuckerwert war angeblich auf seine Aufregung zurückzuführen und sei für Rasmus nicht ungewöhnlich.

Für den Fall, dass wir mit Rasmus irgendwann an den Punkt der bitteren Entscheidung kommen müssen, fragte ich unsere Ärztin, ob eine Euthanasie im häuslichen Umfeld für sie denkbar wäre. Da sie in der übernächsten Woche in Urlaub ging, bot sie mir an, für den darauffolgenden Freitag einen Termin für Rasmus‘ Einschläferung freizuhalten. Ich fand den Gedanken einigermaßen befremdlich, zumal ich ausdrücklich gesagt habe, dass ich eine geplante Einschläferung meines Tieres verabscheue. Aus Angst, der Bedarf könne am folgenden Freitag tatsächlich bestehen und wir würden dann keinen Termin bekommen, stimmte ich der Terminreservierung jedoch erstmal zu.

So schnell geben wir noch nicht auf

Getreu dem Motto: „Man kann Läuse UND Flöhe haben!“, hofften wir darauf, dass Rasmus‘ Appetit zunehmen würde, wenn sich seine Schilddrüsenwerte normalisieren. Nur weil ein Tier einen Tumor hat, muss ja nicht jede Befindlichkeit von diesem verursacht werden. Wir setzten in Absprache mit der Ärztin zunächst zwei Tage ganz das SD-Medikament ab, um den Spiegel im Blut schneller zu senken. Danach stiegen wir dann wieder mit der alten Dosis von 10 mg Vidalta in die Behandlung ein.

Aber was ist da eigentlich mit seinem Blutzucker?

Das zweite Mal in Folge war nun sein Blutzuckerwert zu hoch, aber das war normal, weil immer so? Ich lasse mir die Blutwerte meiner Tiere grundsätzlich per Mail schicken und war mir sicher, ich würde mich erinnern, wenn dieser Wert immer außer der Norm gelegen hätte. Das ließ mir keine Ruhe.
Ich verglich seine Befunde mit früheren Befunden und ich irrte nicht. Niemals, außer in den letzten zwei Wochen, war Rasmus‘ Blutzuckerwert bei den Kontrollen auch nur ansatzweise erhöht.

Ich nahm mir also die Freiheit zu erfragen, ob in Anbetracht des vor zwei Wochen zu hohen Wertes bei der aktuellen Kontrolle der Langzeitzuckerwert bestimmt worden war. Dem war nicht so. Man bestand allerdings weiter darauf, dass der erhöhte Zucker-Wert für Rasmus typisch und stressbedingt sei. Außerdem würde er bei hohem Blutzucker eher zu starkem Appetit neigen. Ich widersprach dem, da ich es einfach besser wußte, besorgte aus der Apotheke ein Blutzuckermessgerät und maß meinem Kater zu Hause ganz entspannt schnurrenderweise Zucker.
Mein verstorbener Kater Elvis war etwa vier Jahre lang schwer an Diabetes erkrankt, für mich war das also absolut kein Neuland. Rasmus‘ Zucker war auch zu Hause deutlich zu hoch.

Als ich dies nun der Tierarztpraxis mitteilte, räumte man ein, das Langzeitcortison könne ursächlich sein. Eine Ärztin, die ich später um eine zweite Meinung bat, sagte mir, dass Rasmus das Cortison eigentlich nicht mehr bekommen dürfe, wenn sich hierdurch eine Diabetes entwickeln würde. Infolgedessen würde dann der Tumor vermutlich schneller wachsen. Rasmus bekam jedoch trotz der erhöhten Zuckerwerte zwei weitere Gaben Langzeitcortison, ohne dass man über das Für und Wider auch nur ansatzweise mit mir sprach.

Kommunikation ist alles

Warum verdammt nochmal kommuniziert man mit mir als Halterin solche Dinge nicht vernüftig? Ich bin 12 Jahre Kundin dort, man kennt mich. Ich zeige Interesse, bin besorgt aber nicht dämlich, warum redet man mir ein, mein Kater hätte durch den Stress immer zu hohe Zuckerwerte, wenn dem einfach nicht so ist? Ich kann sowas nicht verstehen. Sowas killt mein über viele Jahre hinweg gewonnenes Vertrauen in einen Arzt in Echtzeit. Warum? Weil ich mich verarscht und nicht ansatzweise ernstgenommen fühle.

Die Sprechstundenhilfe ließ mir ausrichten, Insulin würde ihn wahrscheinlich töten, ich solle ggf. vorbeikommen, dann würde man ihn sich nochmal ansehen und könne ihn erlösen. Ähm!?
Der zugesagte Rückruf der Tierärztin blieb aus und mit einer Sprechstundenhilfe telefonisch das Ableben meines Katers planen, ging mir nun aber wirklich gewaltig gegen den Strich.

Eine zweite Meinung muss her

Ich wollte nun einfach wissen, ob eine durch Cortisongaben ggf. enstandene Diabetes tatsächlich nicht durch Insulingaben behandelbar wäre. Ich weiß, alles ist irgendwann mal zu Ende, auch das Leben unseres Rasselchens. Aber ich schläfere ein Tier nicht ein, wenn es eine zumutbare Behandlungsmöglichkeit gibt. Wenn sein Appetitmangel durch eine Mischung aus schlecht eingestellter Schilddrüse und zu hohem Blutzucker hervorgerufen war, dann sollte er seine Chance bekommen. Es war ja nicht so, dass er gar nicht fraß. Nur halt weniger als gewohnt.

Die andere Tierätztin schloss eine Behandlung mit Insulin nicht grundsätzlich aus, kontrollierte allerdings zunächst seinen Langzeitzucker. Dieser bewegte sich exakt an der oberen Normgrenze. So konnte man zwar noch nicht von einer echten Diabetes sprechen, auf der anderen Seite war aber auch nicht auszuschließen, dass sich diese gerade entwickelte. Der Schilddrüsenwert, den wir rein vorsorglich mitbestimmen ließen, war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder viel zu hoch. Da der Ärztin Rasmus‘ Schleimhäute sehr blass erschienen, entnahm sie eine weitere Blutprobe, um auf eine Anämie zu untersuchen. Wir verblieben so, dass wir nun im Wechsel 10 und 15 mg Schilddrüsenhormon verabreichen und die Blutwerte zunächst abwarten. Da ich Rasmus täglich etwa 20ml Futter mit der Spritze zufütterte – er ließ sich das sehr gut gefallen – um eine eventuelle Flaute zu überbrücken, gab mir die Ärztin eine hochkalorisches Aufbaupräparat mit.

Oh Gott, er stirbt!

Als ich ihm dieses dann am Abend wie gewohnt verabreichen wollte, sackte er plötzlich vor mir zusammen, zuckte, röchelte und hing leblos in meinen Armen. Ich war der festen Überzeugung, er würde sterben und hatte panische Angst. Wir fuhren sofort mit ihm zum Tierarzt mit der festen Absicht, ihn nun erlösen zu lassen. Dort angekommen schaute uns unser Bärchen munter aus der Box an, als wollte er fragen: Was läuft denn bei euch gerade falsch? Hier war ich doch heut schon?

Die Tierärztin vermutete einen epileptischen Anfall, der ggf. durch Metastasen im Hirn verursacht worden sein könnte. Sowas könne einmalig aber auch vermehrt auftreten. Sie sagte ausdrücklich, dass sie zu diesem Zeitpunkt keine Euthanasie vornehmen würde und wir verabredeten uns für den Folgetag zur Besprechung der Blutbefunde. Zuhause angekommen hatte Rasmus einen ganz guten Appetit.

Immer in Mamas Nähe

Irgendwie fühlte sich Bärchen nun besonders in meiner Nähe wohl. Damit er immer alles frei zur Verfügung hatte, ohne dass unser Percy irgendwann zu platzen droht, teilte ich mir fortan mein Zimmer mit ihm. Er schlief bei mir und irgendwie funktionierte mein Mutterinstinkt auch bezogen auf unser Bärchen, denn bei jedem Pup von ihm saß ich kerzengerade im Bett. So entging mir auch nicht, dass er tendeziell nachts nun öfter mal fressen ging.

Eine leichte Anämie

Die Blutuntersuchungen bestätigten den Verdacht der Ärztin. Es liegt eine – bislang noch leichte – Anämie vor. Es war naheliegend, dass diese durch Blutungen des vorhandenen und/oder eines uns noch unbekannten Tumor entsand. Um Genaueres in Erfahrung zu bringen, wäre entsprechende Diagnostik notwendig. An dieser Stelle rückten mir Schatzis letzte Tage ins Gedächtnis, denn noch heute kann ich mir nicht verzeihen, dem letzten diagnosotischen Eingriff zugestimmt zu haben. Ich lehnte eine weitere Diagnostik diesbezüglich ab, wie ich auch die Zufütterung per Spritze ab dem epileptischen Anfall eingestellt hatte. Rasmus bekam nun noch die Chance, sich aus einer eventuell vorübergehenden Krise zu berappeln. Wir hielten streng die neue Dosierung des SD-Hormons ein, maßen gelegentlich Zucker, verabreichten ihm ein Schmerzmittel und hielten bei jedem Bissen, den er mal fraß, die Luft an, um ihn nur nicht durch einen zu lauten Atemzug vom Fressen abzulenken.

Inzwischen hat unser Rasmus das Fressen nahezu ganz eingestellt. Er säuft, wetzt sich seine Krallen noch, zeigt hier und da Interesse an den Dingen, die ihn immer interessierten. Springt z.B. in Kartons oder spielt mit einem Gummibändchen. All das macht es uns sehr schwer, eine Euthanasie als Erlösung anzusehen. Nimmt man den Teddy jedoch mal in den Arm, dann merkt man immer mehr, wie spitz die Knöchlein werden und wie leicht er geworden ist.

Eine bittere Entscheidung

Gestern Abend nun war der Moment gekommen, in dem mir mein Gewissen sagte: Andrea, du musst für deinen geliebten Rassel nun entscheiden. Herrchen, der an Rasmus mehr hängt als an jeder anderen Katze zuvor, löst das Problem mit Verdrängen. Ich bat ihn inständig, mich und Rasmus in dieser Situation nun nicht allein zu lassen. Also setzten wir uns gestern Abend dann zusammen, heulten um die Wette und suchten nach einem Tierarzt, der zu einer häusliche Euthanasie bereit ist. Leider macht Corona auch dies nicht leichter. Wir fanden eine mobile Tierarztpraxis und vereinbarten in einem zweiten Telefonat einen Termin für den nun kommenden Samstag.

Zu wissen, wann der Tod eintritt

Zwei Tage im Voraus zu wissen, dass und wann dein geliebtes Tier sterben wird, ist einfach nur unerträglich. Doch egal aus welcher Richtung ich das alles betrachte, ich komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass es für unseren Rasmus keine Chance mehr auf ein längeres lebenswertes Katzenleben gibt. Alle Optionen, die noch da waren, alle Stellschräubchen, an denen man drehen konnte, sind gedreht. Seine Uhr ließ sich leider an keinem dieser Schräubchen nochmal ein wenig aufziehen.

Wenn es in den kommenden 36 Stunden kein Wunder gibt und unser Rasmus nicht plötzlich zu fressen beginnt, dann werde ich übermorgen Abend mein Zimmer nicht mehr mit ihm teilen dürfen. Dann gehen über 15 lange Jahre unvergleichlicher Freundschaft und bedingungsloser Liebe an diesem Samstag zu Ende.

Seit meinem ersten Beitrag zu Rasmus‘ Erkrankung merke ich, wie viele Katzenmenschen hier auf meiner Seite nach Rat und Trost suchen. Ich kann euch allein leider so gar keine Hilfe sein, mit diesem Verlust umgehen zu können. Auch nach vielen Malen, die ich diesen Weg gehen musste, habe ich kein Rezept für euch, wie das alles einfach zu ertragen ist. Gefühlt kann ich es eher mit jedem Mal schlechter aushalten.

Meine Bitte an euch

Ich kann euch nur ermutigen, seid euren Tieren zuliebe tapfer. Nehmt ihr Leid auf euch, indem ihr ihnen helft, wenn es keine Rettung mehr gibt. Und bitte, bitte, bitte lasst sie, wenn sie ihren letzten Weg antreten müssen, nicht in fremde Augen sehen. Es ist schwer, das Leben aus dem Körper deines Tieres gleiten zu spüren, während es in deinem Arm liegt. Aber während dein Tier „nur“ ein Teil deines Lebens war, warst du sein ganzes Leben. Lass es nicht in letzter Minute im Stich.

Unendlich traurig und voller Angst vor dem, was mich in den nächsten zwei Tagen erwartet, beende ich nun diesen Beitrag. All denen, die denselben Schritt vor sich haben, wünsche ich von Herzen, dass sie für sich einen Weg finden, das schier Unerträgliche irgendwie auszuhalten.

Palmersheim, 22. Oktober 2021; 19:46 Uhr

Palmersheim, 23. Oktober 2021; 11:08 Uhr

Palmersheim, 24. Oktober 2021

Abschied

Am 23.10.2021 gegen 10:30 Uhr kam eine mobile Tierärztin zu uns nach Hause. Wir kannten sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht. Unser Rasselchen war in meinem vorübergehenden Zimmer, das er sich in den letzten 1-2 Wochen als seinen Rückzugsort ausgesucht hatte. Neben mir waren auch mein Lebensgefährte und meine erwachsene Tochter bei ihm. Alles Menschen, die ihm sehr wichtig waren und durch die Flut – meine Tochter lebt sonst nicht mehr hier –  in den letzten Wochen täglich um ihn herum waren. Mein Sohn musste leider arbeiten. Er lag später lange weinend auf dem Boden vor unserem toten Katerchen und konnte nicht aufhören, ihn zu streicheln und mit ihm zu reden.

Die Ärztin ging sehr liebevoll mit unserem Bärchen um und bestätigte nach einer kurzen Untersuchung leider unseren Eindruck, dass Rasmus‘ Leben nur noch mit Leiden verbunden war. Rasmus mochte die Tierärztin nicht und knurrte sie an. Das waren wir von ihm gewohnt, in Tierarztpraxen wurden stets die Lederhandschuhe ausgepackt.

Ich hielt ihn auf dem Arm, als er die erste Spritze in sein mageres Hinterbeinchen bekam. Dann stellten wir zwei uns schnell ans Fenster, kehrten der Ärztin den Rücken zu und hielten Ausschau nach Vögeln. In der Tanne gegenüber waren so oft welche zu sehen. Das lenkte ihn ganz schnell ab und ich merkte, wie sein Köpfchen immer schwerer wurde. Ich hielt ihn ganz fest, drückte mein Gesicht in sein flauschiges Fell und sagte ihm unendlich oft, wie sehr ich ihn lieb habe. Gut, dass sein Fell so lang ist, es hatte viele Tränen aufzufangen.

Nun gibt es kein Zurück mehr

Nach einer Weile war unser Bärchen so tief und fest eingeschlafen, dass man ihn hätte operieren können. Wir verabschiedeten uns noch einmal von ihm, richteten Grüße an all die anderen Schatznasen auf der anderen Seite aus und es gab Küsschen auf Näschen und Nüsschen. Dann setzte ich mich auf mein Bett, legte mein Bärchen auf meinen Schoß und hielt sein Köpfchen in der Hand, während er seine zweite – tödliche – Spritze bekam. Um 11:08 Uhr hörte sein kleines Herz zu schlagen auf und unser Rasselchen hatte uns verlassen.  Zurück ließ er ganz viel Leere, Traurigkeit und Schmerz, aber er ging umsorgt von seinen Menschen, ohne Qual und ohne Leiden von dieser Welt. Das waren wir ihm schuldig.

In 6 Minuten ist es wieder 11:08 Uhr und unser Bärchen ist bereits 24 Stunden auf der anderen Seite. Meine Augen sind geschwollen und es werden noch viele weitere Tränen fließen, das weiß ich. Das ist der Preis, den man am Ende zahlt, für all das, was man in den Jahren zuvor bekommen hat.

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9 Kommentare

  1. PatriciaPatricia

    Ich wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit und schicke euch Liebe ♥️ Rasmus, komm gut über die Regenbogenbrücke und hab dort viel Spaß!

  2. AndreaAndrea

    Liebe Andrea, Dein Beitrag hat mich zu Tränen gerührt, denn ich bin selber Mama von leider nur noch 3 Fellnasen. Einen musste ich vor kurzem auch gehen lassen, allerdings kam das sehr unerwartet. Ich kann alles sehr gut nachfühlen was ihr durchmacht und haben mich beim lesen auch über ‚inkompetente‘ Tierärzte geärgert. Auch ich kenne diese leider zur Genüge. Zum Glück habe ich derzeit einen Traum von TA, aber leider wissen das auch sehr viele andere Menschen und sie ist immer sehr ausgebucht. Ich mache auch alles erdenkliche für meine Schätze und gebe auch nicht so schnell auf. Ich kann mir nicht vorstellen wie es sein muss für den letzten Weg einen Termin zu haben – auch wenn das eigentlich doch irgendwie ’normal‘ ist. Ich hoffe und denke ihr habt Eurem Schatz die letzten Tage unendlich schön gemacht. Ich wünsche Euch ganz viel Kraft, Liebe habt ihr auf jeden Fall sehr viel und das berührt mich sehr.
    Auch für Eure Situation wegen des Hochwassers wünsche ich Euchalles gute und hoffe es gibt bald Hilfe. Auch hier kann ich nur erahnen wie es Euch geht Fühlt Euch – unbekannterweise – doll gedrückt.
    Alles Liebe aus Berlin von (auch) Andrea

    • AndreaAndrea Autor dieses Beitrags:

      Liebe Andrea, vielen Dank für deine lieben Zeilen. Wie du meinem „Update“ entnehmen kannst, ist unser Rasmus schon einen ganzen Tag nicht mehr bei uns. Wie bei all den anderen meiner Jungs und früher auch Mädels ist der Schmerz auch dieses Mal kaum mehr zu ertragen. Liebe Grüße Andrea & Jungs

      • AndreaAndrea

        Mein herzlichstes Mitgefühl an Euch alle und auch bei mir fließen schon wieder die Tränen. Es ist so schmerzlich ein so geliebtes Wesen gehen zu lassen was immer für uns da war – ob in guten oder in schlechten Tagen :-(( Ich finde es schön, dass Du darüber schreibst und Deinen Schmerz mitteilst. Und ich finde die Vorstellung, dass er bei Dir auf dem Arm einschlafen konnte und ihr noch zusammen in den Garten geschaut habt unglaublich schön. Katzen können leider ihr Leiden so gut verstecken, dass man gar nicht mitbekommt wie schlecht es ihnen wirklich geht. Aber egal wann und wie die Zeit kommt – es ist immer zu früh und es hinterlässt immer eine Lücke. Ich fühle so sehr mit Euch und hoffe er grüßt alle anderen Katzen dort oben.
        Alles Liebe für Euch.
        Liebe Grüße Andrea

  3. CorneliaCornelia

    Liebe Andrea, mein herzliches Mitgefühl mit Euch. Bin gerade in der gleichen Situation. Bei meiner Jenny 15 Jahre alt, wurde vor gut 1 Monat ein mundtumor festgestellt. Seitdem nehmen wir täglich Cortison, sie verträgt es gut. Seit letzter Woche drückt der Tumor auf den Sehnerv und seither ist sie blind… Sie frisst und trinkt noch normal aber wie lange es noch so ist ist fraglich. Mein TA meinte es ist meine Entscheidung ob ihr Leben noch lebenswert ist. Sie war immer eine Freigängerin was ihr jetzt sehr fehlt. Aktuell kann ich die Entscheidung sie zu verlieren nicht treffen

    • AndreaAndrea Autor dieses Beitrags:

      Liebe Cornelia,
      danke für dein Mitgefühl. Es tut mir leid, dass auch deine Jenny an so einem fiesen Tumor erkrankt ist. Zu deinen Bedenken… mein Kater Elvis war einige Jahre schwer an Diabetes erkrankt und hatte dann eines Tages – so vermuten wir – einen Schlaganfall. Auf jeden Fall war er irgendwann sowohl taub, als auch blind. Er lernte damit umgehen und wir passten uns entsprechend an. Dinge, die für einen blinden Kater gefährlich werden konnten, wurde gemieden. So strichen wir ihm auch den Ausgang in unser Freigehege, denn dort gibt es einen kleinen Teich, in dem er hätte ertrinken können.
      Dafür gingen wir mit ihm in den Garten und hielten ihn dabei im Auge. In der Wohnung achteten wir darauf, dass wir möglichst alles am alten Platz beließen und keine Hindernisse mitten in den Weg stellten. Unser Elvis lebte noch geraume Zeit in diesem Zustand und wir hatten nicht das Gefühl, dass er lieber hätte sterben wollen. Vielleicht ist kontrollierter Freigang, an einer Leine eine Option für euch. Ich denke, du wirst merken, ob die Lebensqualität deiner Jenny so sehr gemindert ist, dass der Tod eine Erlösung für sie wäre. Ein Handicap ist für mich nicht zwingend ein Grund ein Tier einschläfern zu müssen. Ich wünsche dir, irgendwann die Entscheidung treffen zu können, die für euch beide die Richtige ist.
      Liebe Grüße Andrea & Jungs

      • CorneliaCornelia

        Danke für deine Unterstützung, ich denke das Blind sein alleine ist zum bewältigen, aber eben dieser Tumor…. Ich denke solange sie noch frisst, möchte sie mich nicht alleine lassen – und ich sie auch nicht. Fürchte mich aber vor diesem Moment.

        • AndreaAndrea Autor dieses Beitrags:

          Das kann ich nur zu gut verstehen. Vielleicht bleibt euch ja mehr Zeit, als du jetzt denkst. Aber egal wann, irgendwie ist es doch immer zu früh.

          • CorneliaCornelia

            Ich hoffe es und bete jeden Tag! Übriges meine Jenny ist auch eine „sheba“ Katze wie deine nur sie stammt von einem Bauernhof ab.

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