Corona bei Katzen, eine weitere Artikelserie

Für alles im Leben gibt es ein erstes Mal, so auch für die Begegnung mit jenem Corona, das Katzen befällt. Mein erstes Mal war im Herbst 2021, und ich muss sagen, ich hätte gern darauf verzichtet. Wie es genau dazu kam, werde ich im zweiten Teil meiner Artikelserie berichten.
Da dieses Virus unser Leben und das unserer Katzen ziemlich auf den Kopf gestellt hat, möchte ich all meine Erfahrungen zu diesem Thema hier niederschreiben. Unter anderem auch deshalb, weil es im Zusammenhang mit diesem Virus einige Dinge gibt, die mich ganz massiv nerven. Als da wären:

  • Felines Corona wird meines Erachtens auf unverantwortliche Art und Weise verharmlost.
  • Medizinische Laien werfen hierzu mit Prozentzahlen um sich, die ich nirgendwo wissenschaftlich belegt finde.
  • Man findet keine fundierten Informationen zum Umgang mit dem Virus FCoV, nicht mal beim Tierarzt.
  • Die Google-Suche liefert zu „felines Corona“, fast ausschließlich Beiträge, die sich vordergründig mit FIP befassen.

Letztgenanntes möchte ich mit einer Artikelserie zu diesem Thema ändern. Sicher werde ich auch in meinen Beiträgen das Thema FIP nicht zu 100 % ausgrenzen können, denn nur wenn man ein paar Dinge hierzu weiß, weiß man auch eine Coronainfektion und deren Potenzial richtig einzuordnen. Mein Fokus soll aber in erster Linie auf das feline Coronavirus ausgerichtet sein.

Ich sage FCoV den Kampf an

Wenn mir in den vergangenen vier Monaten etwas bewusst geworden ist, dann, dass sich die Mehrzahl der Menschen – Katzenhalter wie Tierärzte – scheinbar einfach mit einer Infektion abfinden. Sie nehmen es, wie es kommt und versuchen anscheinend gar nicht erst der Sache Herr zu werden. Die langfristigen Auswirkungen werden hierbei entweder unterschätzt oder ignoriert. Getreu dem Motto, keine Symptome, alles gut! Ganz so ist es aber leider nicht.

Besonders bewusst wurde mir dies bei einem meiner letzten Telefonate mit der Tierärztin, die uns in Sachen FCoV betreut. Sie gehört durchaus zu den älteren Semestern ihres Berufsstandes und gilt als sehr erfahrene und engagierte Tierärztin. Dennoch kann auch sie mir bedauerlicherweise längst nicht jede meiner Fragen zu diesem Virus beantworten.

Das Virus wurde bereits vor mehr als 50 Jahren entdeckt, dennoch scheint es nur sehr wenige Erfahrungswerte im Umgang mit der Infektion zu geben. Während unseres letzten Gesprächs fragte ich, wie es eigentlich sein kann, dass so viele meiner Fragen nicht zu beantworten sind.  Sie antwortete mir sinngemäß: Sie habe noch keinen Tierhalter kennengelernt, der so viel Zeit, Geld und Mühe investiert hat, um dieses Virus aus dem eigenen Katzenbestand zu eliminieren.

Man kann natürlich keine Erfahrungen sammeln, wo nichts untersucht wird. Einleuchtend. All die Maßnahmen, die wir uns selbst überlegt haben und deren Erfolg wir durch Laboruntersuchungen überprüfen lassen, sind auch für sie neu.

Sicherlich war das für mich ein ganz großes Lob, andererseits finde ich erschütternd, dass niemand versucht, diesem Virus beizukommen. Ich jedenfalls tue es und möchte Erfolge, wie Misserfolge mit meinen Lesern teilen.

Eine Artikelserie zu Corona bei Katzen

Ich kann heute noch nicht sagen, ob mein „Kampf“ gegen das Virus letztlich von Erfolg gekrönt sein wird, aber mein Wunsch ist es, irgendwann wieder einen coronafreien Katzenbestand zu haben. Ich möchte mich nicht einfach abfinden und Monate oder Jahre abwarten, um dann zu wissen, wie es für mich und meine Katzen ausging. Nein, ich möchte aktiv gegen das Virus vorgehen, es bekämpfen, meine Tiere so stärken und unterstützen, dass sie es schnellstmöglich wieder loswerden. Wenn diese Artikelserie irgendwann komplett ist, dann wird man als interessierter Katzenhalter hoffentlich ein paar mehr Informationen zum Umgang mit  FCoV finden, als nur die Information darüber, welche Symptome auftreten und wie die Infektion schlimmstenfalls enden kann. Das ist mein Anliegen.

Dieser Beitrag ist Teil 1 von 5 Teilen der Artikelserie „FCoV – Felines Corona“

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