Schwimmender Häkelball

schwimmender Häkelball Katzenspielzeug häkeln DIY

Die Idee und die ersten Exemplare entstanden schon letzten Sommer. Warum, ist schnell erklärt: Schatzi liebt gehäkeltes Spielzeug, hat aber leider die Begabung, alles im Teich zu versenken. Mit Füllwatte gefüllt, sinken die Bälle auf den Grund, vergammeln dort und Katz‘ hat nichts zum Spielen. Ein schwimmender Häkelball wäre die Lösung.
Die Überlegung war nun: Welche schwimmfähige Alternative zu Füllwatte gibt es? So kam ich auf …

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Die Idee und die ersten Exemplare entstanden schon letzten Sommer. Warum, ist schnell erklärt: Schatzi liebt gehäkeltes Spielzeug, hat aber leider die Begabung, alles im Teich zu versenken. Mit Füllwatte gefüllt, sinken die Bälle auf den Grund, vergammeln dort und Katz‘ hat nichts zum Spielen. Ein schwimmender Häkelball wäre die Lösung.

Die Überlegung war nun: Welche schwimmfähige Alternative zu Füllwatte gibt es? So kam ich auf Tischtennisbälle. Das Ergebnis hat mir und vor allem Schatzi so gut gefallen, dass ich es euch nicht vorenthalten möchte.

schwimmender Haekelball - umhaekelter Tischtennisball - Katzenspielzeug DIY

Material

Wie für die meisten meiner gehäkelten Katzenspielzeuge habe ich auch hier die Wolle „Catania Originals“ von Schachenmayr verarbeitet. Für den vorderen der oben abgelichteten Bälle benötigt ihr die Farben:
phlox (00282), jaffa (00189), apfel (00205), capri (00384), cyclam (00114), sonne (00208)

Bei der Wahl der Farben sind euch natürlich keine Grenzen gesetzt und man kann den Ball durchaus auch mit weniger Farben gestalten. Ich häkele die Bälle gern so quietschbunt, weil ich sie so im Freigehege besser wieder finden kann.

Außerdem benötigt ihr einen Tischtennisball, eine Häkelnadel (Stärke 3 – 3,5), eine Stopfnadel und eine Schere.

(auf dem Foto sind 1-2 Farben Wolle mehr abgelichtet, als ich für den Ball verwendet habe)

material schwimmender haekelball

Rundenübersicht für eine Ballhälfte

Weil Abnahmen immer ein anderes Bild geben als Zunahmen, habe ich den Ball in zwei Hälften gehäkelt, welche ich später miteinander verbunden habe. So muss man sich auch während des Häkelns noch nicht mit dem harten Innenleben plagen. Den nachfolgenden „Maschenplan“ habe ich mir selbst ausgetüftelt. Mit dieser Maschenaufteilung passen meine Ballhälften später gut über einen Tischtennisball.

Runde   1  |  FR, 8 FM, 1KM
Runde   2  |  1LM, 8FM, 1KM
Runde   3  |  FW, 1LM, 2FM x 8, 1KM
Runde   4  |  FW, 1LM, [2FM, 1LM ] x 8, 1KM
Runde   5  |  FW, 1LM, [2FM, 1LM ] x 8, 1KM
Runde   6  |  FW, 1M, 3FM x 8, 1KM
Runde   7  |  FW, 1LM, [3FM, 1LM ] x 8, 1KM
Runde   8  |  FW, 1M, [3FM, 1LM ] x 8, 1KM

Erklärung der Kürzel
FR = Fadenring
FM = feste Masche
KM = Kettmasche
LM = Luftmasche
FW = Farbwechsel

Erklärung zur Rundenübersicht

Die nachfolgende Fotostrecke zeigt die einzelnen Runden der ersten Ballhälfte. Zusätzlich werde ich einige erklärende Worte dazu schreiben.

Bei meinem Ball gibt es viele Farbwechsel. Das bedeutet, es gibt auch viele Fadenenden im Inneren des Balls. Theoretisch könnte man sie verknoten und die Fäden dann etwas kürzen.  Bei der Menge der Fäden gibt das jedoch eine recht dicke Wulst. Man sollte die Fadenenden also entweder in jeder Runde mit einhäkeln oder aber am Ende mit einer passenden Nadel auf der Innenseite vernähen.

Ich habe mich für das Einhäkeln entschieden. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass man beim Behäkeln der größeren Lücken auch die bereits eingehäkelten Fäden der Vorrunde umfasst. Wem das zu kompliziert klingt, der sollte einfach zur Nadel greifen.

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Runde   1  |  FR, 8 FM, 1KM

Begonnen wird mal wieder mit einem Fadenring. Wer nicht weiß, wie man diesen ominösen Ring häkelt, kann sich mein kleines Video ansehen oder die bebilderte Anleitung ausprobieren. Nachdem alle festen Maschen gehäkelt sind, wird die Runde mit einer Kettmasche in die erste feste Masche geschlossen. Das ist übrigens bei allen Runden so.

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Runde   2  |   1LM, 8FM, 1KM

Runde zwei beginnt mit einer Luftmasche, gefolgt von acht festen Maschen (je vorhandene Masche eine feste Masche).  Häkelt bitte nicht zu fest, es soll noch keine Wölbung entstehen. Wie ihr auf dem Foto erkennen könnt, entstehen durch den größeren Umfang der Arbeit bei gleichbleibender Maschenzahl etwas größere Zwischenräume zwischen den einzelnen Maschen. Diese sind für die Folgerunde von Bedeutung.

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Runde   3  |  FW, 1LM, 2FM x 8, 1KM

In Runde drei wechsele ich das erste Mal die Farbe. Hierzu hole ich den neuen Faden durch die auf der Nadel liegende Schlaufe und ziehe dann den alten Faden nach hinten ordentlich fest. Es folgt eine Luftmasche, danach wird wie folgt zugenommen: In jede „Lücke“ der Vorrunde werden zwei feste Maschen gehäkelt,  also acht Maschenpärchen. Den Schluss bildet wie immer eine Kettmasche.

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Runde   4  |  FW, 1LM, [2FM, 1LM ] x 8, 1KM

Nach FW und LM folgen wieder Maschenpärchen. Eingestochen wird in die Lücken, die in der Vorrunde nach jedem Maschenpärchen entstanden sind. Je Lücke werden zwei feste Maschen gehäkelt, im Anschluss je eine Luftmasche. Achtet darauf, dass es nicht mehr als acht Maschenpärchen werden. Am Ende der Runde (siehe Foto) könnte man die Masche vom Farbwechsel für eine weitere Einstichstelle halten, hier fehlen allerdings nur noch LM und KM.

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Runde   5  |  FW, 1LM, [2FM, 1LM ] x 8, 1KM  (Bild 1)

Auch Runde fünf beginnt mit einem Farbwechsel gefolgt von einer Luftmasche und endet mit einer Kettmasche. In allen Folgerunden ist das genauso, deshalb werde ich das für die kommenden Runden nur noch mittels Abkürzung erwähnen, es steht ja bereits in der Rundenübersicht. In dieser Runde habe ich ein wenig gepfuscht, deshalb gibt es zu dieser Runde auch mehrere Fotos und eine etwas längere Erklärung.

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Runde   5  |  FW, 1LM, [2FM, 1LM ] x 8, 1KM  (Bild 2)

Auch in dieser Runde wird in die Lücken eingestochen, und zwar immer unter der LM hindurch, die zwischen den Maschenpärchen gehäkelt wurde. Da der Abstand zwischen Anfangsluftmasche und der ersten Lücke recht groß ist und sich die erste Masche sehr dehnen würde, mogele ich hier ein wenig. Statt in die kommende Lücke einzustechen, steche ich in die zurückliegende Lücke ein und häkele quasi die letzte feste Masche dieser Runde und die dazu gehörende Luftmasche zuerst.

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Runde   5  |  FW, 1LM, [2FM, 1LM ] x 8, 1KM (Bild 3)

Denkt bitte bei der letzten Lücke daran, dass ihr nur noch eine feste Masche häkeln müsst. Die zweite feste Masche habt ihr ja bereits zum Rundenbeginn gehäkelt. Nach der letzten festen Masche wird auch keine Luftmasche mehr gehäkelt, auch diese wurde schon zu Beginn gehäkelt. Schließt die Runde einfach nur noch mit einer Kettmasche. Wie man auf dem Bild erkennen kann, fällt kaum auf, dass das letzte Maschenpärchen in zwei Etappen gehäkelt wurde.

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Runde   6  |  FW, 1M, 3FM x 8, 1KM

Farbwechsel und Luftmasche, dann wie folgt weiter:  Da die Lücken langsam etwas zu groß werden, um sie mit je zwei festen Maschen auszufüllen, häkeln wir in dieser Runde in jede Lücke drei feste Maschen. Dafür häkeln wir nach drei festen Maschen dieses Mal keine Luftmasche, sondern gleich die nächsten drei festen Maschen in die nächste Lücke.

 

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Runde   7  |  FW, 1LM, [3FM, 1LM ] x 8, 1KM

Farbwechsel und Luftmasche, dann wie folgt weiter: In Runde sieben erging es mir wie in Runde 5. Der Abstand zur ersten Lücke war mir zu groß, weshalb ich hier nochmal den Kniff aus Runde fünf angewendet habe. In dieser Runde werden ebenfalls drei feste Maschen je Lücke gehäkelt, aber diesmal folgt auf jedes Maschentrio wieder eine Luftmasche. Am Ende wie gewohnt eine Kettmasche, um die Runde zu schließen.

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Runde   8  |  FW, 1M, [3FM, 1LM ] x 8, 1KM

Farbwechsel und Luftmasche, dann in jede Lücke drei feste Maschen jeweils gefolgt von einer Luftmasche. Mit der abschließenden Kettmasche ist die erste Ballhälfte fertiggestellt. Wie man dem Foto unschwer entnehmen kann, hat das Häkelstück nun auch eine ganz ordentliche Wölbung.

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Ballhälfte Nr.2

Weil es so schön war und Wiederholungen das Gelernte festigen, häkelt ihr nun noch die zweite Ballhälfte. Die geht euch gewiss schon viel besser von der Hand.

Verbinden der Ballhälften

Abschließend müssen nur noch die zwei Ballhälften um den Tischtennisball gelegt und miteinander verbunden werden. Auch das wird häkelnder Weise erledigt. Damit ihr erkennen könnt, wie ich dabei vorgegangen bin, habe ich auch hierzu wieder viele Fotos gemacht.

Zum Verbinden der beiden Ballhälften werden im Wechsel eine Kettmasche, eine Luftmasche gehäkelt. Die Kettmaschen werden abwechselnd in die eine und dann in die andere Ballhälfte gehäkelt. Das ergibt eine Art Zickzack-Muster.

Zu Beginn habe ich mir eine einfache Schlaufe in den Faden gemacht. Dass der Faden besonders schön wirkt, wenn er sich gut von der Farbe der letzten Runde abhebt, muss ich sicher nicht weiter erklären. Zurück zur Schlaufe… die kleine Fadenschlaufe ziehe ich durch eine Lücke aus Runde acht und fixiere sie durch eine Kettmasche. Damit ist der Faden mit der ersten Ballhälfte bereits fest verbunden.  Es folgt eine Luftmasche.

Nun kommt der Tischtennsiball ins Spiel. Legt ihn zwischen die beiden Ballhälften und häkelt nun eine Kettmasche in die versetzt liegende Lücke der zweiten Ballhälfte.

Wieder folgt eine Luftmasche und im Anschluss eine Kettmasche in die nächste Lücke der ersten Ballhälfte. So häkelt ihr einmal um den Ball herum. Kettmasche, Luftmasche, Kettmasche, Luftmasche und die Kettmaschen immer abwechselnd in die erste und in die zweite Hälfte des Häkelballs.

Wenn es nicht gerade mit dem Teufel zugeht, sollte euer schwimmender Häkelball im Anschluss in etwa so aussehen.

Nun hat sicher nicht jede Katze einen Teich, in welchem sie ihr Spielzeug versenkt, aber immer mehr Katzen haben im Sommer ein kleines Planschbecken, aus welchem sie mit Begeisterung Spielzeuge fischen. Hierfür ist der schwimmende Häkelball super geeignet. Ein einfacher Tischtennisball schwimmt sicher auch, lässt sich aber längst nicht so schön mit den Krallen packen und sieht auch vergleichsweise langweilig aus.

Bei Fragen scheut euch nicht, die Kommentarfunktion zu nutzen. Auch über Lob oder ein Herzchen freuen wir uns immer. Viel Spaß beim Nachhäkeln.

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