Kletterparadies

Schatzi in seinem Kletterparadies der Jute-Hängematte

Obwohl Schatzi zufrieden und glücklich wirkt, hält sich bei mir eisern ein Rest schlechtes Gewissen darüber, dass er nicht mehr als Freigänger in der Eifel leben kann. Deshalb packt mich wohl auch jedes Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen der Drang, sein kleines Reich wieder etwas schöner zu machen. Die Ideen sind mir bislang zum Glück noch nicht ausgegangen. In diesem Jahr habe ich mal wieder unseren Lieblingsförster angeschnorrt und um ein paar große Äste gebeten. Nach einer abenteuerlichen Rundfahrt durch…

Obwohl Schatzi zufrieden und glücklich wirkt, hält sich bei mir eisern ein Rest schlechten Gewissens, weil er nicht mehr als Freigänger in der Eifel leben kann. Vermutlich packt mich darum jedes Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen der Drang, sein kleines Reich wieder etwas schöner zu machen. Die Ideen sind mir bislang zum Glück noch nicht ausgegangen. In diesem Jahr habe ich mal wieder unseren Lieblingsförster um ein paar große Äste angeschnorrt, mit denen ich Schatzis Kletterparadies weiter ausbauen kann. Nach einer abenteuerlichen Rundfahrt durch das Revier war unser Hänger gut beladen und ich war zufrieden und glücklich.

Grundsätzlich mache ich für nette Menschen ja gern auch mal Werbung, aber in diesem Falle nenne ich besser keinen Namen.  Sonst hat der arme Mann  in kürze 50 andere Katzenverrückte an der Backe und kommt nur noch dazu, Kletteräste suchen. ;)  Dennoch möchte ich es nicht versäumen und sage an dieser Stelle – auch im Namen von Schatzi – nochmals ganz lieb:

Danke

Das Äste besorgen war die eine Sache, nun galt es die teils recht schweren Stämme zweckmäßig, schön und sicher im Gehege zu platzieren. Die größere Herausforderung beim Lösen dieser Aufgabe bestand darin, zwischen den bereits vorhandenen Stämmen zu hantieren, ohne sich dabei den Kopf zu stoßen.

Einen der größten Äste nutzte ich, um eine Verbindung zwischen seinem vorhandenen Kletterkonstrukt und seinem Laufsteg herzustellen. Da sich dieser Stamm direkt unterhalb seiner Reifenschaukel befand, wurde diese quasi gleich mit integriert. Den zweiten neuen Ast habe ich als Stütze für den großen Ast verwendet, denn Stabilität ist bei der ganzen Konstruktion nicht ganz unwichtig. Auf meinen Vorher-/Nachher-Fotos kann man die Erweiterung – glaube ich – ganz gut nachvollziehen.

Natürlich habe ich den Ast an verschiedenen Stellen fest verschraubt, so dass Schatzi wirklich gefahrlos im Eselsgalopp über ihn jagen kann. Genau das tut er nämlich ausgesprochen gern.

Der blanke Ast allein wäre allerdings ein bisschen langweilig. Deshalb habe ich auch hier wieder ein paar Reste Siebdruckplatte als Sitz- oder Liegeplätze auf dem Stamm befestigt.

Außerdem ist ein Jutesack, in einer Astgabel befestigt, zu einer richtig coolen Hängematte geworden. Die Herstellung war übrigens denkbar einfach. Ich habe den Sack einfach um den Stamm gelegt und von der Unterseite mit einigen Schrauben befestigt. Damit die Schrauben nicht aus dem Jutegewebe ausreißen können, habe ich ausreichend große Unterlegscheiben auf die Schrauben gesteckt. Auf dem Foto, auf dem Schatzi unterhalb der Reifenschaukel steht, kann man das in etwa sehen.

Das Schöne an den Aktionen im Freigehege ist Schatzis unersättliches Interesse an allen Neuerungen. Man bekommt immer sofort ein positives Feedback und es macht unheimlichen Spaß zuzusehen, mit wieviel Entdeckerfreude er sofort alles ausprobiert und wie gut gelaunt er dabei ist.

Für mich immer wieder die Bestätigung, dass meine Gedanken darüber, wie man das Gehege optimieren kann, nicht unnütz sind.

Die übrigen Äste habe ich im hinteren Teil des Geheges untergebracht. Auf diese Weise kann Schatzi aus dem Innenbereich kommend über die Zugluftbox auf den Ast klettern und von dort aus zu seiner Empore hochklettern oder in seine Dreieckhängematte. Genau genommen kann er nun vom Ausgang des Innenbereichs kletternder Weise alle Punkte im Gehege erreichen, ohne den Fußboden betreten zu müssen. Ich denke „Kletterparadies“ ist da nicht zu hoch gegriffen.

Natürlich habe ich auch diese Äste an verschiedenen Stellen fest verschraubt und mit einígen kleinen Extras ausgestattet. Damit uns eine angebrochene Verzweigung nicht verloren geht, habe ich diese mit zwei großen Schlauchschellen „geschient“.

Und wo wir schon mal dabei waren, Schatzis Gehege wieder ein wenig zu pimpen, haben wir seinem Teich auch gleich noch ein paar schöne Pflanzen gegönnt. Natürlich achtet man bei der Wahl der Wasserpflanzen genau wie bei Zimmerpflanzen darauf, dass nichts Giftiges dabei ist. Zur Wasserhyazinthe z.B. habe ich einige Aussagen gelesen, dass diese für verschiedene Tiere giftig sein kann. Auf solche Pflanzen verzichtet man dann halt besser.

Das waren auch schon wieder die neusten Neuigkeiten aus Schatzis Reich. Vielleicht war ja die ein oder andere Anregung für euch dabei. Bei Gelegenheit werde ich mal versuchen, Schatzis Kletterparadies auf einem Panoramafoto festzuhalten, um mal einen Gesamteindruck vermitteln zu können. Für Schatzi ist es ein echtes Paradies, für uns Menschen müssen wir allerdings so langsam die Helmpflicht einführen.

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