Katzenfreundlicher Baumschmuck

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Eine von vielen Eigenschaften, die mich an Katzen fasziniert, ist ihr ausgeprägtes Interesse an Allem, was sich in ihrem Zuhause tut. Es entgeht ihnen nichts. So ist auch das alljährliche Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaums immer wieder ein schönes Erlebnis. Wer nun auf irgendwelche spektakulären Geschichten von baumumreißenden und wohnzimmerverwüstenden Katzen hofft, den muss ich leider enttäuschen. Auch bei diesem – meinem immerhin nun schon 43sten – Weihnachtsfest mit Katzen, lief alles …

Eine von vielen Eigenschaften, die mich an Katzen fasziniert, ist ihr ausgeprägtes Interesse an Allem, was sich in ihrem Zuhause tut. Es entgeht ihnen nichts. So ist auch das alljährliche Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaum immer wieder ein schönes Erlebnis.

Wer nun auf irgendwelche spektakulären Geschichten von baumumreißenden und wohnzimmerverwüstenden Katzen hofft, den muss ich leider enttäuschen. Auch bei diesem – meinem immerhin nun schon 43sten – Weihnachtsfest mit Katzen, lief alles ohne besondere Zwischenfälle ab. Dennoch ist Weihnachten mit Katzen anders als Weihnachten ohne Katzen.

Man kann es den spielfreudigen Mitbewohnern nicht wirklich verdenken, dass sie diesen leuchtenden, grünen  Spielzeugaufbewahrungsständer förmlich als Einladung zum Spielen betrachten. Wer einmal in Gegenwart einer jungen Katze einen Weihnachtsbaum geschmückt hat weiß, dass es durchaus möglich ist, 50 Kugeln an den Baum zu hängen, obwohl man nur 20 besitzt.  Das kommt nicht zuletzt dadurch zustande, dass Mensch und Katze grundsätzlich völlig unterschiedliche Vorstellungen vom richtigen Zeitpunkt des Abschmückens haben.

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Was eignet sich als katzenfreundlicher Baumschmuck?

Es versteht sich irgendwie von selbst, dass die Verwendung von Glaskugeln bei dieser herrlichen Weihnachtszeremonie den Spaßfaktor erheblich senken würde. Mal ganz abgesehen von der Verletzungsgefahr für Mensch und Tier wäre diese 50/20 Kugelgeschichte eine sehr kostspielige Angelegenheit.
Einige Jahre haben wir uns deshalb mit Kunststoffschmuck beholfen, bis meine Kinder und ich vor nunmehr genau 10 Jahren feststellten, dass katzenfreundlicher Baumschmuck auch anders geht. Geeignet ist eigentlich alles, was unkaputtbar ist und kein Verletzungsrisiko birgt, besonder geeignet ist, was zu diesen Eigenschaften auch noch weihnachtlich dekorativ aussieht.
Da seinerzeit das Filzen gerade ganz groß in Mode war, entschlossen wir uns, Baumschmuck zu filzen. Styroporkugeln und -herzen dienten als Grundlage und wurden mit Filzwolle ummantelt und liebevoll dekoriert.

Da wir ausschließlich trocken filzten, brauchte es außer der Wolle eigentlich nur Filznadeln. Ein hauchdünner Dekodraht und einige kleine Glasperlen gaben den Kugeln und Herzen das gewisse Etwas. Das Schöne an diesem Baumschmuck ist, dass er fast unverwüstlich ist. Egal wie oft die Kugeln vom Baum geangelt und durch das Wohnzimmer geschossen werden, sie bekommen weder Beulen noch Schrammen, noch gehen sie kaputt. Sie sind leicht, leise und durch die wollige Oberfläche ausgesprochen katzenfreundlich. Schlimmstenfalls sind mal ein paar Fäden gezogen, das wars aber auch schon.

In diesem Jahr haben wir unseren Baumschmuck nach 10 Jahren erstmals mit Hilfe einer Filznadel nachgefilzt, um die bisherigen Gebrauchsspuren wieder verschwinden zu lassen. Wie man auf den Fotos sehen kann, ist er noch immer wunderschön und wie neu.

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Für eine selbstgefertigte Baumspitze  fehlte mir zunächst die passende Idee. Aber nachdem ich einen sternförmigen Rohling aus Styropor gefunden hatte, entschloss ich mich, die Spitze für unseren Weihnachtsbaum ebenfalls zu filzen.

Zum Befestigen haben wir einfach zwischen zwei Zacken ein Loch in den Stern gebohrt. Wenn man die Baumspitze ein klein wenig anspitzt, lässt sich der Stern problemlos aufstecken.

Ein weiterer katzenfreundlicher Baumschmuck sind gehäkelte Schneeflöckchen. Wer die Grundbegriffe des Häkelns beherrscht, sollte hier schnell zu einem schönen Ergebnis kommen.

Ebenfalls sehr dekorativ und einfach herzustellen sind unsere kleinen Organza-Säckchen. Mit Füllwatte ausgestopft, mit silberner Kordel und aufgefädelten Glasperlen dekoriert wirken sie edel und katzenfreundlich sind sie allemal. Im Laufe des Jahres werde ich einige Anleitungen zu unserem selbstgemachten Weihnachtsschmuck schreiben und in unserer Kategorie „Selbstgemacht“ veröffentlichen.

Für den letzten weihnachtlichen Schliff sorgen unsere selbstgebackenen Plätzchen aus Salzteig. Sie geben einen schönen Kontrast zu den dunklen Kugeln. Sowohl der Salzteig, als auch die Plätzchen sind schnell hergestellt.

Für einen Hundehaushalt würde ich diesen Schmuck eher nicht empfehlen. Dass eine Katze die salzigen Anhänger fressen würde, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Unsere Jungs haben jedenfalls in 10 Jahren keinen Gedanken daran verschwendet. Wer dennoch unsicher ist, kann ja alternativ auf Backknete zurückgreifen.

Auf der Suche nach einem Link, der Styroporkugeln zeigt, bin ich über diese neckischen Rohlinge gestolpert. Ich glaube im kommenden Jahr werden wir unser katzenfreundliches Baumschmucksortiment noch ein wenig erweitern. Wir werden darüber berichten.

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3 Kommentare

  1. SchatznasenDaniel

    Oh, da ist ja bei Katzenfreunden echt einiges zu beachten. Bei mir war es zuletzt „nur“ das laufen lernende Kind … und naja, da faszinieren nun mal Glitzerkugeln auch sehr. Es ging aber nichts zu Bruch und nun ist sie auch schon größer

  2. SchatznasenRalf

    Die Zeit, wo die Miezen bei uns versuchen, alles abzudekorieren hat auch schon wieder begonnen. Tipp von uns, Gewebeband als Sicherung um die Kugeln am Baum hat sich bewährt

    • SchatznasenSchatznasen Autor dieses Beitrags:

      Da unsere Kugeln unkaputtbar sind, lasse ich den Jungs den Spaß, mal ein wenig abzuschmücken. Sie machen sonst eigentlich nichts kaputt. Aber danke für den Tipp. Vielleicht hilft er auch dem einen oder anderen Leser.

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