Projekt Katzen-Fummelbrett

Katzenfummelbrett selbstgebaut

Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass ich auch gern mal etwas ausprobiere und nicht immer spontan auf Fertiglösungen zurückgreife. Manchmal hat es finanzielle Hintergründe, manchmal ist es auch einfach nur so, dass ich selbst etwas schaffen möchte.
Basteln und Heimwerken liegt mir eigentlich schon immer sehr und wenn es für meine Jungs ist, bereitet es mir besonders viel Freude, kreativ tätig zu werden. Zudem warteten in meiner kleinen Werkstatt einige neue Werkzeuge darauf, ausprobiert zu werden und so…

Es gibt verschiedene Gründe dafür, dass ich auch gern mal etwas ausprobiere und nicht immer spontan auf Fertiglösungen zurückgreife. Manchmal hat es finanzielle Hintergründe, manchmal ist es auch einfach nur so, dass ich selbst etwas schaffen möchte. Basteln und Heimwerken liegt mir eigentlich schon immer sehr und wenn es für meine Jungs ist, bereitet es mir besonders viel Freude, kreativ tätig zu werden. Zudem warteten in meiner kleinen Werkstatt einige neue Werkzeuge darauf, ausprobiert zu werden und so entstand also die Idee, ein Katzen-Fummelbrett zu kreieren.

Die Vorbereitungen

Ich stöberte also ein wenig im Web, um mich inspirieren zu lassen. So fand ich die eine oder andere Anregung in Form von Bildern, aber auch viele lustige Material-Ideen.

Während meiner „Inspirationsreise“ stolperte ich u.a. auch über die Seite katzenfummelbrett.ch , bei deren Betreiberin das Katzen-Fummelbrett dem Vernehmen nach seinen Ursprung hat.
Zunächst mal verbrachte ich so manchen Abend, statt mit Einschlafen, damit,  gedanklich mein eigenes Katzen-Fummelbrett zu planen und zu entwerfen. Habe ich mir einmal etwas in den Kopf gesetzt, dann muss ich es auch umsetzen und so entstand das Objekt meiner Begierde zunächst mal vor meinem inneren Auge.

Material und Materialbeschaffung

Da ich eine bleibende, möglichst unverwüstliche Lösung anstrebte, entschied ich mich recht schnell für die Verwendung von Holz. Und damit das Ganze auch den messerscharfen Krallen unseres norwegischen Waldkaters „Rasmus“ standhält, sollte es – trotz des etwas höheren Preises – Hartholz, konkret Buche, werden.

Also auf in den Baumarkt. Baumärkte haben auf mich ohnehin eine gewisse Anziehungkraft und insbesondere in der Holzabteilung würde ich mich nachts gern mal einsperren lassen. Okay, ein Schlenker in die Werkzeugabteilung ließe sich bei so einem Aufenthalt vermutlich nicht vermeiden.

Also, was brauche ich nun für ein gelungenes Katzen-Fummelbrett? Damit ich auch ausreichend Platz hatte, mich zu verwirklichen, entschied ich mich für eine Buchenholz-Platte von 80cm x 40cm und einer Stärke von 18mm.

So haben die Jungs ausreichend Platz, sich gemeinsam zu vergnügen und das Konstrukt dürfte schwer genug werden, um nicht durch die Wohnung geschoben zu werden.
Da ich auch eine Art Unterbau für mein Fummelbrett geplant hatte, kaufte ich gleich 2 dieser Platten und ließ mir eine vom Zuschnittservice längs in vier 10cm breite Streifen schneiden. Außerdem wanderten verschiedene Leisten, Rund- und Quadratstäbe, sowie Holzdübel, 2-3 Meter Gummischnur und eine Dose Lack (geprüft und zugelassen für das Lackieren von Kinderspielzeug) in den Einkaufswagen. In einem Bastelgeschäft kaufte ich noch einige Holzkugeln und ein paar bunte Gummischnüre.

In der Werkstatt

Nun hieß es „nur noch“ das gekaufte Material und meine nächtens ausgeklügelten Ideen zu einem realen Katzen-Fummelbrett zusammenzubringen. Hierbei verbrachte ich so manche Stunde in der Werkstatt und bohrte, sägte, feilte, fräste, schliff, klebte, schraubte und lackierte.

Die Löcher für insgesamt 70 Holzdübel „riss“ ich zunächst  mit einem Holzbohrer an, entschied mich dann jedoch mangels Bohrständer erstmals, meine Oberfräse in Betrieb zu nehmen. Ungewohnt, aber cool das Gerät. Man muss nicht zwingend eine Oberfräse haben, aber ein mobiler Bohrständer mit Tiefenanschlag sollte schon vorhanden sein, damit die Dübel später auch senkrecht stehen und alle dieselbe Höhe haben.

Insgesamt war eine ganze Menge Handarbeit angesagt. Da mir der Schnitt einer Elektrosäge für die feinen Leisten zu grob war, sägte ich all die kleinen Einzelteile mit einer Eisensäge in einem Gehrungskasten und säuberte die Schnitt-Kanten mit feinem Sandpapier.

Die quadratischen „Röhren“, die ihr auf dem fertigen Katzen-Fummelbrett  sehen könnt, sind übrigens aus knapp 5mm starken Leisten mit wasserfestem Holzleim zusammengeleimt.  Bei der „extremen“ Breite der Klebeflächen war das Verleimen eine echte Herausforderung.

Die größeren Löcher in der Platte und in den Leisten des Unterbaus habe ich mit einer Lochsäge und einem Akkuschrauber gesägt. Am besten bohrt man sich – nach dem Anzeichnen – in der Mitte jedes zukünfigen Lochs mittels Holzbohrer eine kleine Vertiefung vor. So kann man mit dem Bohrer der Lochsäge „rutschsicherer“ ansetzen. Die ersten Umdrehungen sollte man etwas langsam machen, bis die Säge mal an der Holzobefläche angekommen ist. Mit zu viel Schwung schlägt sie sonst fiese Dellen ins Holz. Ist erstmal eine 2-3mm tiefe Rille ins Holz gesägt, kann man ruhig etwas mehr „Gas geben“. Aber den Schrauber immer schön senkrecht halten, damit das Loch nicht schräg wird. Geht es dem Ende zu, sollte man nur noch ganz wenig Druck auf die Säge ausüben, damit das Loch auf der Unterseite des Bretts nicht unschön ausreißt. Sollte es dennoch mal passieren, müssen splitterige Stellen glatt geschliffen werden. Die Schatznasen sollen sich ja nicht verletzen.

Nachdem nun alle Teile miteinander verleimt, getrocknet und ausgelüftet waren, schraubte ich unterhalb der 12 großen Löcher noch eine Art Kasten an, in welchen ich später Futter oder Spielzeuge werfen kann. Außerdem knotete ich 3 selbst gehäkelte Bälle an die bunten Gummischnüre und befestigte sie mit Hilfe von Einschraubösen unterhalb am Katzen-Fummelbrett.

Unser Katzen-Fummelbrett im Test

Nun war es endlich soweit! Ich konnte meinen Jungs ihr ganz individuelles Katzen-Fummelbrett präsentieren. Neugierig wie Katzen nun mal sind, ließen die zwei auch nicht lang auf sich warten, um zu ergründen, was da plötzlich in der Wohnung stand.

Nachdem wir unser Fummelbrett nun einige Zeit in der Wohnung stehen haben, kann ich sagen, dass das Bestücken mit Spielzeug insbesondere für Percy reizvoller zu sein scheint, als wenn irgendwelche Leckerlies auf dem Fummelbrett verstreut liegen. Für seine Figur gar nicht mal so schlecht. Besonderen Spaß hat er daran, die Häkelbällchen unter dem Brett hervorzuangeln. Dass diese von der dünnen Gummischnur gehalten werden, macht das Ganze noch etwas spannender. Ich fixiere die Bälle jedoch immer mal wieder unter dem Brett, so dass er sie nicht benutzen kann. Umso spannender ist das Fummelbrett dann wieder, wenn die Bälle zum Spiel frei gegeben werden und komischer Weise entgeht ihm das auch nie lange.  Man könnte also fast mutmaßen, er schaut öfter mal durch die künstlichen Mauselöcher.

Loses Spielzeug, wie unbefestigte Häkelbälle, Häkel- oder Plüschmäuse, Filzbälle u.s.w. lassen sich übrigens auch sonst gut in und auf dem Fummelbrett verstecken. Überall wo es gilt, etwas aus irgendeinem Loch herauszufummeln, sind das Interesse und der Ehrgeiz einer Katze schnell geweckt.

Wichtiger Hinweis

Für alle die, die eventuell darüber nachdenken, ein eigenes Katzen-Fummelbrett zu bauen, achtet bitte darauf, dass alle Löcher, Spalten, was auch immer, groß/breit genug sind, damit eure Miezebärchen nicht ihre Pfoten darin einklemmen können. Auch Gummischnüre sollten nie lang genug sein, um sich darin verfangen zu können.

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4 Kommentare

    • SchatznasenAndrea Autor dieses Beitrags:

      Ja stabil genug ist das, ist alles Buchenholz… aber Papprollen und andere Sachen die nicht zum Spielen gedacht sind aber trotzdem Spaß machen, gibt es trotzdem noch…

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