Großeinsatz im Katzengehege

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Wer schon ein  wenig in unserem Blog gelesen hat, der kennt vermutlich bereits die Geschichte von Schatzi, seinem Katzengehege und wie es dazu kam. Diesen Sommer feiert das Katzengehege bereits seinen 3.Geburtstag und auch wenn sich das gar nicht so alt anhört, hat das stattliche Freiluftdomizil in Teilbereichen schon ganz schön gelitten. So brauchte z.B. das ganze Holzkonstrukt einen neuen Anstricht und die rostig gewordenen Estrichmatten mussten dringend mit Rostschutzfarbe behandelt werden, damit sich die…

Wer schon ein  wenig in unserem Blog gelesen hat, der kennt vermutlich bereits die Geschichte von Schatzi, seinem Katzengehege und wie es dazu kam. Diesen Sommer feiert das Katzengehege bereits seinen 3. Geburtstag und auch wenn sich das gar nicht so alt anhört, hat das stattliche Freiluftdomizil in Teilbereichen schon ganz schön gelitten. So brauchte z.B. das ganze Holzkonstrukt einen neuen Anstricht und die rostig gewordenen Estrichmatten mussten dringend mit Rostschutzfarbe behandelt werden, damit sich die Schweißpunkte  nicht irgendwann in Wohlgefallen auflösen. Ist übrigens ein toller Job!

Auch die Liegemulde aus Jutesack –  oben auf Schatzis Ausguck – zeigte die ersten Gebrauchsspuren. Bevor Schatzi also irgendwann mal durch einen mürben Jutesack nach unten purzelt, wurde dieser kurzerhand gegen einen neuen Sack ausgetauscht.

Neben den nötigen Instandsetzungsarbeiten standen auch allerlei kleine und große Verschönerungsmaßnahmen auf meiner gedanklichen Todo-Liste, von welchen ich hier nun etwas ausführlicher berichten möchte. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen Leser eine Idee oder Anregung dabei.

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Viele kleine Verschönerungen im Katzengehege

Einige meiner Ideen standen eigentlich schon beim Bau des Geheges auf dem Plan, aber da man bei einem Umzug auch ein bis zwei andere Dinge zu bewerkstelligen hat, als das Domizil der Katze herzurichten, mussten viele meiner Ideen leider eine ganze Weile auf ihre Umsetzung warten.

Ein Teich zum Trinken

Als das Katzengehege enstand, schwebte mir ein kleiner Teich als Trinkwasser-Quelle vor. Leider entstand dieser etwas unter Zeitdruck. Ein ausgehobenes Loch, etwas Teichfolie und ein paar Steine drumherum , schon war der Teich fertig.
Fürs Erste ganz nett, aber so richtig zufrieden war ich noch nicht. Die Folie hatten wir in den vergangenen drei Jahren schon gegen eine handelsübliche Teichschale (150 Liter) ausgetauscht und auch eine kleine Pumpe angeschafft.

Trinkteich im Katzengehege

Das Drumherum blieb jedoch alles so wie es war. Was daran nicht so toll war, war die Tatsache, dass ständig Gras unter den Steinen hindurch wuchs und im Teich vergammelte, was langfristig für eine schlechteWasserqualität sorgt. Ähnlich verhielt es sich mit all dem Getier, das sich gern unter Steinen aufhält.  Ständig schwamm eine vielzahl toter Regenwürmer und Kellerasseln im Teich und das Schneiden des Rasens an der holperigen Teicheinfassung war ein Abenteuer. Langer Rede kurzer Sinn, hier muste optimiert werden.

Also, Steine beiseite, rund um den Teich 25-30cm tief wie breit Erde ausgehoben, den Minigraben nach und nach mit Betonestrich gefüllt, die angefeuchteten Steine in den Beton gedrückt und mit einem Gummihammer bündig versenkt. Die Zwischenräume habe ich mit einem nassen Pinsel glatt gestrichen. Im hinteren Bereich des Teichs entstand ein kleines Mäuerchen. Die zwei gepflanzten Gräser habe ich auch mit Steinen „ummauert“, damit man später gut den Rasen mähen kann, ohne diese zu verstümmeln. Aber seht einfach selbst, was aus dem Teich geworden ist.

Auf den Fotos vom Teich ist übrigens noch eine andere zweckmäßige Verschönerung zu sehen. Die Abgrenzung zwischen Rasen und Hackschnitzel war damals ebenfalls nur notdürftig erstellt worden, so dass die Hackschnitzel immer wieder im Rasen landeten und beim Mähen für lautes Getöse sorgten. Die alte Abgrenzung habe ich komplett entfernt und aus dünnen Ästen ca. 30-40cm lange Rundhölzer gesägt. Diese mit der Kapp- und Gehrungssäge „angespitzt“ und dann mit einem Gummihammer in die Erde geschlagen. Nun bleiben die Hackschnitzel dort, wo sie sollen und ich finde, es sieht auch noch ganz nett aus.

Neue Klettermöglichkeiten

Als das Katzengehege entstand, schnorrte ich beim Förster zwei große Äste und schleifte sie ins Gehege. Ich befestigte sie mit Seil und Schrauben links und rechts vom Mittelpfosten.

Während Schatzi den linken Ast von Anfang an gern und regelmäßig nutzte, erfüllte der andere Ast die ehrenvolle Aufgabe, Ohrenkneifer zu beherbergen und beim Rasenmähen im Weg zu stehen. Schatzi jedenfalls ignorierte seine Anwesenheit.

Also entschieden wir uns, den linken Ast an dieser Stelle zu entfernen und  an anderer Stelle zu platzieren. Im Gehege befanden sich mehrere große Sträucher, von denen wir im Zuge unseres Einsatzes zwei entfernten. Die Büsche waren ständig krank. Vermutlich, weil Schatzi – das Ferkel – die Hackschnitzel unter den Büschen als Katzenklo präferierte. Auf dem entstandenen Freiraum sollte später der entfernte rechte Ast seinen neuen Platz finden. Aber erst war noch etwas Vorarbeit nötig.

Beide Äste waren in den letzen Jahren der Witterung ausgesetzt und hatten  dadurch ein wenig gelitten. Schatzis Lieblingsast hatte kaum noch Rinde und war dadurch sehr rutschig geworden. Am anderen Ast war die Rinde lose und es gammelte darunter vor sich hin.  Ich entfernte also die übrige Rinde und die verfaulten Teile und ölte beide Äste mit einem geeigneten Öl. Schatzis Kletterast kerbte ich im Abstand von 15-20cm ein und nagelte kleine Leisten auf, damit er auf dem rutschigen Ast wieder besseren Halt hat.

Den anderen Ast stellten wir – wie geplant – anstelle der Büsche mit einer Einschlaghülse senkrecht auf und befestigten ihn mit zwei dicken Maschinenschrauben schatzisicher.

Durch das Entrinden der Äste waren diese sehr „glatt“ geworden und boten kaum noch Angriffsfläche zum Krallen oder festhalten. Deshalb bewickelte ich den aufrecht stehenden Ast teilweise mit Sisalseil. Anfang und Ende des Seil habe ich mit einem Drucklufttacker befestigt und während des Bewickelns das Seil alle 5-6 Runden mit einem Hammer festgeklopft. So wird die Wickelung fester und hält länger den Krallen stand. Das frische Sisalseil lud natürlich spontan zum Krallen ein und ganz nebenbei sieht es auch noch richtig chic aus.

Einige Reststücke Siebdruckplatte an verschiedenen Stellen des Astes befestigt, bieten Schatzi die Möglichkeit, auch mal auf seinem Kletterbaum zu verweilen oder ein Schläfchen abzuhalten. Siebdruckplatten weisen eine gewisse Beständigkeit gegenüber Luftfeuchtigkeit auf, sind jedoch nicht unverwüstlich. Ein Bepinseln der Schnittkanten mit wasserfestem Holzleim sorgt für eine bessere Haltbarkeit.

Eine richtig coole Dreieck-Hängematte

Nun  hatten wir zwar die beiden Äste wieder gut im Katzengehege platziert, aber einen richtigen Kletterbaum ergab das irgendwie noch nicht. Deshalb schuf ich mit einem einfachen Stamm eine Verbindung zwischen den beiden Ästen. Auch den Stamm umwickelte ich mit Sisalseil und befestigte auf jedem Ende eine Siebdruckplatte zum Verweilen und Ausschau halten.

Ganz zufällig bot sich der Stamm förmlich als Basis für eine dreieckige Hängematte an, die den Bereich zwischen ihm und Mittelpfosten füllen könnte. Ich befestigte zwei stabile Ösen im Stamm und eine im Mittelpfosten und maß die Schenkellängen meines gedachten Dreiecks aus.

Dann kaufte ich Jute (Meterware) und bastelte aus Zeitungen ein Muster meiner Hängematte. Dies nutzte ich als Schablone, um zwei Lagen Jute und eine Lage alten, derben Vorhangstoff zuzuschneiden. Die drei Lagen Stoff legte ich im Wechsel übereinander – Jute, Vorhang, Jute, klappte die Kanten um und ratterte im Zickzackstich mehrmals im Abstand von knapp 3 cm zum Rand, rund um das Dreieck.

Auf diese Weise entstand eine Art Tunnel. Die Ecken ließ ich für die Ösen offen. Durch Tunnel und Ösen fädelte ich dann ein Sisalseil und fixierte dieses, nachdem es gespannt war, an jedem Ende mit einer Seilklemme. Fertig war die Hängematte und Schatzi war begeistert!

Eine „Weinkiste“ als Kuschelnest & ein großes Außenklo

Wenn ich über Neuerungen im Katzengehege nachdenke, ist mir besonders wichtig, dass ich unserem Schatzi Abwechslung biete. Deshalb habe ich mich entschieden, ihm eine „Weinkiste“ als weiteren Liegeplatz anzubieten. Echte Weinkisten sind beliebte Dekoartikel und dadurch bedingt auch recht teuer.

Darum habe ich mich für den Eigenbau entschieden und mit Hilfe meiner Bandsäge aus etwas stärkeren Dachlatten die benötigten Leisten gesägt. Die fertige Kiste habe ich an die Mauer –  nahe dem Kletterbaum – gedübelt, mit einem Jutesack ausgefüttert und im Anschluss mit Heu befüllt. Schatzi ließ nicht lange auf sich warten.
Ein gehäkelter Ball an einem Stück Gummischnur läd zum Spielen ein.

Außerdem habe ich der Firma Reifen Brock einen ausgedienten Treckerreifen aus den Rippen geleiert und ihn mit Spielsand befüllt. Das Ganze in der Hoffung, Schatzi verrichtet sein Geschäft künftig nicht mehr unter den Büschen, sondern im „Katzensandkasten“. Den inneren Teil des Reifens, in welchem sich normaler Weise die Luft befindet, habe ich mit einem doppelten Streifen Teichfolie zugetackert, da hierin nur unnötig viel Sand verschwunden wäre, den Schatzi ohnehin nicht als Toilette nutzen könnte.

Ein neuer Laufsteg & mehr Stabilität für die „Sonnenbank“

Als das Katzengehege vor vier Jahren entstanden ist, entschloss ich mich, den unteren Bereich des Geheges bis auf eine Höhe von ca. 50cm mit Brettern zu schließen, um Revierkämpfe mit eventuell streunenden Katzen/Katern durch die Vergitterung zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Damit Schatzi trotzem freien Blick in den Garten hat, baute ich auf Höhe der Verblendung eine lange Eckbank, auf der man bequem laufen und liegen kann.

Als besonderes Highlight spendierten wir unserem Streuner eine transparente Trapezplatte und wölbten diese über einen Teil der Bank. In die Mitte der „Sonnenbank“ legte ich mehrlagiges Malervlies ohne Folienbeschichtung. Schatzi liebte diesen Platz von der ersten Minute an. Selbst in den kälteren Monaten reichen ein paar Sonnenstrahlen offenbar aus, um die zwei Meter lange Plastikröhre zur Sonnenbank umzufunktionieren. Da die Röhre ein wenig in sich zusammen fiel und nicht mehr so formschön aussah, bekamen beim diesjährigen Großeinsatz beide Enden eine aus OSB-Platte zugeschnittene Verstärkung verpasst.

Außerdem entstand auf Höhe der ersten Querbalken eine weitere Eckbank, auf der Schatzi von nun an noch bessere Aussicht hat. Die Ecke habe ich ein wenig erweitert, damit mehr Platz zum Liegen ist. An die Kanten des Laufstegs hab e ich Dachlatten geschraubt, damit Schatzi – sollte er sich dort oben in der Sonne wälzen – merkt, wo die Bank zu Ende ist und nicht herunter purzelt. Erreichbar ist sein Laufsteg  über eine kleine Zwischenebene. Schatzi hat allerdings auch kein Problem damit, aus seiner geliebten Reifenschaukel einen Satz auf den neuen Ausguck zu machen. Wie man den Bildern entnehmen kann, wurde die Neuerung zeitnah getestet und für gut befunden.

Die Bank ist jedoch nicht nur für Schatzi gedacht, sondern auch für den einen oder anderen Vogel, der sich ins Gehege verirrt. Für Vögel ist es schwer, im Flug ein Schlupfloch in den Estrichmatten zu treffen. Durch den Landeplatz direkt vor den Gittern, können sie sich kurz orientieren und dann das Gehege stressfrei wieder verlassen.

Eine Zugluftbox für den Eingang zum Innenbereich

Wie sicher schon an irgendeiner Stelle erwähnt, verfügt unser Katzengehege natürlich auch über einen Innenbereich. Hierfür haben wir einen Teil (von 3,5m x 1,40m) unserer Garage durch eine Ständerwand abgeteilt und an Schatzi abgetreten. Gut hinter den Büschen versteckt, befindet sich der „geheime“ Eingang zu Schatzis Wohnzimmer.
Um ihm den Zugang nach drinnen zu ermöglichen, haben wir ein Loch in die Wand gestämmt und in dieses Loch ein quadratisches Tonrohr aus dem Schornsteinbau eingelassen. Rund um das Rohr haben wir mit PU-Schaum ausgeschäumt und den übriggebliebenen Spalt zugespachtelt. Eine sehr saubere Lösung.

Obwohl sich der Eingang in der hintersten Ecke des Geheges befindet und eigentlich gut durch die angrenzende Mauer und Sträucher geschützt ist, kommt in den Wintermonaten sehr viel kalte Zugluft durch die Röhre in den Innenbereich. Um dies ein wenig zu unterbinden, habe ich eine große Bretterbox zusammengenagelt, die ich bündig an die Außenwand geschoben habe, so dass die Eingangsröhre in der Box verschwindet.

An der Längsseite der Box (zur Mauer hin) befindet sich eine kleine Öffnung, durch welche Schatzi in die Box gelangen kann. Unsere kleine Erdbeerlocke fand die riesige Holzkiste total spannend. Vermutlich nicht zuletzt, weil man sich so schön darin verstecken kann.

Ein Wetterschutz für den Kletterbereich

Bislang war unser Katzengehege weitestgehend ungeschützt was Regen und Schnee angeht. Lediglich über dem Reifen und über seiner „Empore“ hatten wir je eine transparente Trapezplatte befestigt, so dass er diese zwei Liegeplätze auch während und nach schlechtem Wetter nutzen konnte.
Nun war ein recht komplexer Kletterbereich mit Hängematte, diversen Liegeflächen und viel Sisalseil entstanden, der vor Witterungseinflüssen geschützt werden musste.

Die verbauten Siebdruckplatten würden unter Wettereinfluss vermutlich zeitnah aufquellen und Sisalseil dehnt sich bei Nässe aus, zieht sich beim Trocknen aber nicht wieder in selbem Maße zusammen. Deshalb entschieden wir uns, ein Dachlattenkonstrukt zu bauen, auf welchem wir transparente Trapezplatten befestigten. Ab sofort war der Kletterbereich also vor Regen und anderen Niederschlägen geschützt.

Damit die Kletteranlage nicht nur von Oben, sondern auch seitlich vor Witterungseinflüssen geschützt ist, haben wir auch den schmalen Streifen oberhalb der Mauer transparent verkleidet. Auf diese Weise schonen wir nicht nur das Material, sondern ermöglichen unseren Jungs auch, bei jedem Wetter im Freien rumturnen und rumliegen zu können.

Da der große Kirschlorbeerstrauch leider mit unter den Dachplatten verschwinden musste, haben wir das Regenfass vor dem Gehege mit einem Überlauf ausgestattet.  Unter dem Busch haben wir eine Röhre mit groben Kies eingegraben, in welche das überschüssige Regenwasser von unserer neuen Überdachung abläuft. Auf diese Weise wird der Strauch trotz Dach zuverlässig mit Regenwasser versorgt.

Damit bin ich am Ende meiner ausführlichen Berichterstattung zu unserem Großeinsatz angelangt. Wie man lesen und sehen kann, hat sich viel getan, aber wie ich mich so kenne, werde ich bis zum kommenden Sommer neue Ideen haben, die es in die Tat umzusetzen gilt. Ich hoffe, es war die eine oder andere brauchbare Anregung für den einen oder anderen Stubentigerfreund dabei.

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