Alles ist ein Katzenklo

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Um Schatzi vom Wildpinkeln bzw. -kacken abzubringen, hatten wir bereits beim letzten Großeinsatz ein riesiges „Reifenklo“ unterhalb der Kletteranlage platziert. Dieses nahm er jedoch erst an, als wir den Spielsand gegen Katzenstreu tauschten. Das Reifenklo anzunehmen heißt ja aber nicht, dass man nicht trotzdem unter die Büsche machen kann. Selbst ein weiteres Katzenklo,  unterhalb der Büsche hielt Schatzi nicht vollends davon ab, nebenher das „große Katzenklo“ zu nutzen. Hier musste eine Lösung her.

Da das Gehege unseren Miezebärchen einen möglichst natürlichen Lebensraum bieten soll, entschieden wir uns von Anfang an, das vorhandene Buschwerk  zu belassen und in unser kätzisches Angebot zu integrieren.

Im Laufe der letzen zwei, drei Jahre mussten allerdings bereits zwei große Sträucher der Kletteranlage weichen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Schatzi den Bereich unter den Büschen zum Katzenklo umfunktionierte und dadurch die Pflanzen systematisch totgep..sch… hat. Nun hatte er Busch Nr.3 – einen üpigen Kirschlorbeerstrauch – in Arbeit.

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Anfangs war das Gehege so gut wie nicht überdacht, weshalb ich den Bereich unter den Büschen mit Hackschnitzeln abdeckte, um in der feuchten Jahreszeit ein schnelles Abtrocknen der Oberfläche zu ermöglichen. Das klappte soweit auch sehr gut. Die Hackschnitzel trockneten nach Regentagen sehr schnell ab und Schatzi lag dort auch gern in der Sonne. Allerdings luden sie offenbar auch auf unwiderstehliche Weise zum Scharren und Verscharren der kleinen und großen Geschäfte ein. Warum im Innenbreich aufs Katzenklo gehen, wenn draußen doch ein ganz großes war!?

Um Schatzi vom Wildpinkeln bzw. -kacken abzubringen, hatten wir bereits beim letzten Großeinsatz ein riesiges „Reifenklo“ unterhalb der Kletteranlage platziert. Dieses nahm er jedoch erst an, als wir den Spielsand gegen Katzenstreu tauschten. Das Reifenklo anzunehmen heißt ja aber nicht, dass man nicht trotzdem unter die Büsche machen kann. Selbst ein weiteres Katzenklo – unter den Büschen platziert – hielt Schatzi nicht vollends davon ab, nebenher das „große Katzenklo“ zu nutzen.

Und bist du nicht willig

Von den ersten zwei Büschen konnte ich mich noch relativ leicht trennen, da mit der Kletteranlage, die an deren Stelle entstand, ein richtiger Mehrwert für die Katzen geschaffen wurde. Nun begann allerdings auch der Kirschlorbeer zu kränkeln und der sollte bleiben.  Einen direkten Zusammenhang mit Schatzis Exkrementen unter den Büschen konnte man nicht nur vermuten, er lag auf der Hand. Zuerst war der Spindelstrauch von weißem Schimmelbelag befallen. Nachdem dieser entfernt war und das stille Örtchen unterhalb des Busches verschwunden war, zog Schatzi weiter zu Busch zwei. Wenig später war auch dieser Busch von weißem Schimmel – ähnlich Mehltau – bedeckt. Erst als auch dieser Busch beseitigt war, befiel die Krankheit dann den nächsten Busch.

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Es half alles zusammen nichts. Wenn ich den natürlichen Touch des Freigeheges nicht gänzlich vernichten wollte, musste ich Schatzi seine Geschäfte einfach ungemütlich bis unmöglich machen. Und dabei half mir eine Tonne Kies 16/32 aus dem Kieswerk in Dom Esch.

Nur mit der sehr großen „Körnung“ konnte ich sicher stellen, dass das Scharren so ungemütlich und beschwerlich wird, dass Schatzi es unterlassen würde.

Auf zu: „Rettet die Büsche!“

Wir haben also links und rechts vom Kletterbereich alle Hackschnitzel entfernt und über den Hausmüll entsorgt. Als Abgrenzung zum Kletterbereich haben wir einige angespitzte Rundhölzer in die Erde geschlagen und dann haben wir die gesamte Ladung Kies unter den Sträuchern verteilt. Die Kiesschicht ist gute 10cm dick und garantiert schwer genug, um Schatzi vom Scharren abzuhalten.

Catwalk statt Katzenklo

Nun hatten wir Schatzi mit den dicken Steinen im Beet seine Geschäfte zwar vermiest, aber dennoch sollte der Bereich für ihn ja „nutzbar“ bleiben. Ich stelle mir das Laufen auf solchen Steinen mit den kleinen Katzenpfötchen relativ ungemütlich vor, weshalb ich eine Lösung überlegte. Zunächst versenkte ich einige große flache Steine, die ich früher mal im Aquarium hatte, bündig im Kies und schuf so einige Punkte, auf denen es sich bequem laufen ließ. Auf diese Weise konnte ich allerdings nur einen sehr geringen Teil der vorhandenen Fläche „begehbar“ machen und so zimmerte ich zusätzlich acht große Holzfliesen aus Schalbrettern zusammen.

Auf den Steinen verteilt, bilden die Holzfliesen einen richtig flotten „Catwalk“. Bequemes Laufen und Liegen ist nun trotz Pinkelblockade wieder garantiert und Schatzi hat rasend schnell begriffen, wofür dieses Bretter-Konstrukt gut ist.

Nun ist nur noch der Bereich unterhalb der Kletteranlage mit Hackschnitzeln ausgestattet. Ich finde diesen Untergrund eigentlich sehr natürlich und  angenehm, wenn Schatzi hier nun allerdings sein Katzenklo eröffnet, werde ich mir im kommenden Jahr auch hierfür eine Lösung überlegen, denn neben mir findet es auch Percy sichtbar unappetitlich, in einem großen Katzenlklo laufen zu müssen.

Schatzi ist der lebende Beweis dafür, dass auch Katzen Ferkel sein können, denn normaler Weise zieht eine Katze ein sauberes Katzenklo einem schmutzigen vor. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

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